Drückjagd, Bewegungsjagd, Treibjagd und Stöberjagd? Na wo rennen sie denn und was bedeuten diese Jagdarten?

Die Zeit zwischen Oktober und Januar ist für uns Jäger eine besondere Zeit. Während keiner anderen Jahreszeit können wir derart aus dem Vollen schöpfen.
Der Ausblick auf die kommenden Feiertage sorgt für Bestellungen von hochwertigem und schmackhaftem Wildfleisch und die Zeit der Gesellschaftjagden ist gekommen.

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Gesellschaftsjagden kombinieren Wildnutzung und Brauchtum mit Waidgerechtigkeit!

Von jagenden Freunden und Bekannten hört man immer wieder, dass sie auf Drückjagden, Treibjagden, bei Klepperchen und Stöberjagden eingeladen sind oder sich einen Stand bei einer Bewegungsjagd gekauft haben.
Manch geneigter Zuhörer ist verwirrt, ob der Vielzahl dieser Bezeichnungen scheinbar verschiedener Jagdarten.
Die Jagdschule Schwiessel bringt Licht ins Dunkel und beantwortet im Fachbereich Jagdpraxis die Dinge, die rund um das Thema Jagdarten und insbesondere bei Gesellschaftsjagden zwingend Beachtung finden müssen.

Gemeinsames, waidgerechtes Jagen, die Erfüllung von Abschussplänen und eine schonende, möglichst stressfreie Bejagung unserer Wildtiere stehen bei Gesellschaftsjagden im Vordergrund..
Das Besondere an diesen Gesellschaftsjagden besteht darin, dass das Wild durch den Einsatz von Treibern und/ oder Hunden langsam in Bewegung gebracht wird. Des weiteren nehmen in der Regel mehrere Schützen an diesen Jagden teil.

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Mit der Jagdschule Schwiessel die Grundlagen der Jagdpraxis kennenlernen!

Der Erfolg von Gesellschaftsjagden hängt maßgeblich von der Planung, der Treffsicherheit der Schützen und der Disziplin der Jäger ab.
Es gilt, die jeweiligen Vorgaben der einzelnen Bundesländer für die Durchführung einer solchen Jagd und die UVV-Vorschriften zu beachten.
Am Ende einer Gesellschaftsjagd steht das Ziel, mit wenig Beunruhigung eine gute Strecke zu erreichen. Zu hohe Wildbestände müssen aus vielerlei Gründen vermieden werden und eine Gesellschaftsjagd ist ein adäquates Mittel dieses Ziel schonend zu erreichen.
Erfüllt man als Jagdpächter rechtzeitig seine Vorgaben und Ziele, trägt man dazu bei, dass das Wild in den Wintermonaten seiner natürlichen Lebensweise nachkommen kann und die Aktivität insgesamt einschränkt.
Zu Zeiten in der die ASP in Deutschland noch nicht ausgebrochen ist, sind solche Bewegungsjagden ein hervorragendes Mittel, die Schwarzwildbestände zu minimieren.

Gesellschaftsjagden als praktische Erfahrung für angehende Jäger!

Wer sich in der Ausbildung zum Jäger befindet, sollte überlegen, ob er als Treiber an einer dieser Jagden teilnimmt.
Wir von der Jagdschule Schwiessel sind gerne behilflich, unseren Absolventen eine derartige Möglichkeit zu vermitteln.
Auf einer solchen Jagd sind die ersten Kontakte zum Wild möglich und Jäger sowie Jagdeigner sind dankbar für die Hilfe beim Bergen und beim sachgerechten, hygienischen Aufbrechen.
Als angehender Jungjäger knüpfen Sie Kontakte, die Ihnen eventuell erste Jagdmöglichkeiten aufzeigen.

Höhere Gefahr von Wildunfällen in der Erntezeit

Wenn im Spätsommer und Herbst auf vielen Feldern die Ernte ansteht, ändert sich für Autofahrer nicht nur das Landschaftsbild, sondern es steigt auch die Gefahr von Wildunfällen. Über den Sommer suchen viele Wildtiere auf den Feldern Schutz für sich und ihren Nachwuchs. Dabei werden naturgemäß hochstehende Gewächse wie Raps oder auch Mais bevorzugt. Beide Sorten werden im Rahmen der Energiewende verstärkt angebaut. Während aus Raps Bio Diesel gewonnen wird, eignet sich Mais in besonderer Weise für die Verwertung Biogasanlagen. Vor allem Schwarzwild und Reh finden in diesen Feldern oft Zuflucht. Nach der Ernte sind für die Tiere dann oft lange Wege notwendig, um an anderer Stelle geschützt zu sein. Für Autofahrer im ländlichen Raum bedeutet dies, dass ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit im Straßenverkehr notwendig ist, um Wildunfällen vorzubeugen.

 

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Maßnahmen des DJV

Tiere dauerhaft von den Feldern fernhalten zu wollen ist so gut wie unmöglich, weil die Tiere dort neben Schutz auch Nahrung finden. Entsprechend geht es darum, die Lebensräume im ländlichen Bereich für die Tiere und damit im zweiten Schritt auch für die Menschen sicherer zu machen. Tatsächlich lässt sich der so genannte Ernteschock für Hoch- wie auch Niederwild durch eine landschaftliche Umgestaltung abmildern. Der Deutsche Jagdverband und seine Mitglieder setzen sich in Zusammenarbeit mit Landwirten deshalb seit Jahren für die Anlage von Feldgehölzen und Hecken am Rande von Feldern ein. Das Wild hat auf diese Weise im Rahmen der Ernte einen ersten Rückzugsraum. Je weniger Panik unter den Tieren entsteht, desto weniger Gefahren ergeben sich auf den Straßen. In gleicher Weise dient die Anlage von Streuobstwiesen und Wildäckern nicht zuletzt dazu, den Tieren auf dem Land einen besseren Lebensraum zu bieten.

Wissenswertes zum Kurs

Für den Naturschutz eintreten

Auch sonst ist der Deutsche Jagdverband darum bemüht, die Kooperation mit anderen Institutionen im Sinne des Naturschutzes zu verbessern. Dabei geht es um Fragen wie Bienenschutz, den Erhalt der Kulturlandschaft sowie von den unterschiedlichsten Arten von Wildpflanzen und vieles mehr. Heutzutage Jäger zu sein heißt, sich mit einer Vielzahl von Fragen aktiv auseinander zu setzen. Angehende Jäger lernen dies bereits in unseren Jagdkursen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Wochenend- und Kompaktkursen. Auf Wunsch erhalten Sie auch gerne Einzelunterricht, um optimal vorbereitet in Ihre Jagdprüfung zu gehen. Informieren Sie sich hier über unsere aktuellen Kursangebote.

Mehr Biodiversität durch die GAP Reform 2020

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union soll bis 2020 erneut reformiert werden. Eine der zentralen Änderungen betrifft die Entwicklung der Kulturlandschaften. Dabei steht vor allem eine höhere Biodiversität im Vordergrund. In Europa sollen wieder deutlich mehr Tier- und Pflanzenarten gute Bedingungen für die Fortentwicklung vorfinden. Deutsche Jagdverband unterstützt diese Planungen und sieht die Bundesregierung in der Pflicht, schon jetzt entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Mehr Biodiversität durch die GAP Reform 2020
Blühstreifen im Feld (Quelle: Börner/DJV)

Die Probleme sind vielfältig

Der Verlust von Vielfalt bei Tier- und Pflanzenarten im Bereich agrarisch genutzter Flächen ist ein seit Jahrzehnten weitgehend vernachlässigtes Problemfeld. Ein Grund für diese Entwicklung ist die Konzentration der Landwirtschaft auf bestimmte Feldfrüchte. Etwa die Hälfte der gut 6,8 Millionen Hektar Ackerfläche in Deutschland sind derzeit lediglich drei Pflanzenarten bebaut. Dabei handelt es sich um Mais, Raps und Weizen. Kombiniert mit der oft zunehmenden Größe der einzelnen Flächen nehmen zudem die Feldraine weiter ab. Einzelne Tierarten können Vorteile aus dieser Gestaltung der Landschaft ziehen und vermehren sich entsprechend stark. Hier sind vor allem Wildschweine zu nennen. Dieses ist äußerst anpassungsfähig und während der Vegetationsperiode zwischen Mai und Oktober nur scher zu bejagen. Der Zuwachs der Populationen bringt ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Fauna mit sich.

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Einzelne Arten haben es schwer

Von Vorteil sind die derzeitigen Bedingungen auch für eine Reihe von Fleischfressern wie den Fuchs oder den Wacschbären. Andere besonders spezialisierte Arten haben es dagegen in einem rein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gestalteten agrarischen Raum deutlich schwerer mit dem Überleben. Hierzu zählen der Feldhase sowie Fasan, Rebhuhn und andere Bodenbrüter. Dieser Entwicklung entgegen zu wirken ist erklärtes Ziel der GAP Reform 2020. Vom DJV wird daher gefordert, die notwendigen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Hierzu zählt vor allem eine Entbürokratisierung der Förderung der Landwirtschaft im Rahmen der Europäischen Union. Gerade für Landwirte, die um ein möglichst naturnahes und schonendes Arbeiten bemüht sind, muss der Zugang zu Förderungsmöglichkeiten deutlich erleichtert werden. Parallel dazu ist die längst überfällige Gründung eines Monitoringzentrums zur Biodiversität notwendig, um auf wissenschaftlicher Basis die nächsten Schritte planen zu können. Ohne Vielfalt in der Natur würde es in Zukunft deutlich schwerer, Menschen für die Jagd zu begeistern. Wenn auch Sie sich für Artenvielfalt und den Erhalt der Kulturlandschaft in Deutschland begeistern können, ist ein Jagdschein der erste richtige Schritt. Informationen zu unseren Kursen finden Sie hier auf unserer Homepage.

Der hustende Bock- Die Genusstauglichkeit des Wildes bei Krankheiten!

Erscheinen Rehwild und Rotwild im Mai /Juni hustend und niesend im Bestand, wird der Jäger aufmerksam. In dieser Zeit werden die Larven der Rachenbremsen ausgehustet und verpuppen sich am Boden, um nach 4 bis 6 Wochen zu ausgewachsenen Rachenbremsen zu werden. Der Zyklus beginnt von vorne, indem die Rachenbremsen die Larven in den Windfang der Wildtiere sprühen.
Doch wie erkennt der Jäger, ob das Stück genusstauglich ist?

Der hustende Bock- Die Genusstauglichkeit des Wildes bei Krankheiten!

#120014804 | © bobby310 – Fotolia.com

Genusstauglichkeit erkennen!

Dass ein Befall mit Rachenbremsen das Wildbret nicht genussuntauglich macht, lernt der angehende Jäger bei uns in der Jagdschule Schwiessel.
Das Thema Wildkrankheiten ist ein wichtiger Bereich der Ausbildung zum Jäger, befähigt das Erkennen von Wildkrankheiten den Jäger doch dazu, das Wild vor Leiden, Schmerzen und Wildseuchen zu schützen, die unter Umständen zu einer Gefahr für Haustierbestände und den Menschen werden können.

Um Wildkrankheiten und Tierseuchen erkennen zu können, muss der Jäger lernen, wie sich gesunde Wildtiere verhalten und welche Erkrankungen auftreten können. Während ein Bock mit Perückengehörn schnell erkennen lässt, dass es ein Problem mit dem Kurzwildbret gegeben hat, ist der Verdacht auf eine Tuberkulose oder eine Salmonellose auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Der Perückenbock kann problemlos verwertet werden. Bei Tuberkulose und Salmonellose ist das Wildbret genussuntauglich.

Das Tierseuchengesetz regelt den Umgang mit anzeigepflichtigen Tierseuchen, zu denen unter anderem die ASP, die Tollwut und die Chinaseuche zählen. Jäger müssen neben einer Reihe anderer Gesetze das Tierseuchengesetz beachten. Bei genauerem Hinsehen ist auffällig, das die meldepflichtigen Erkrankungen zu den Infektionskrankheiten gehören. Gerade bei diesen Erkrankungen ist es für den Jäger immens wichtig genauer hinzuschauen und einschätzen zu können, ob eine nähere Untersuchung durch den Amtstierarzt erforderlich ist.

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Hegeabschuss oder nicht?

Steht im Juni eine Ricke vor dem Jäger und kann lediglich 3 Läufe belasten, während der vierte Lauf nutzlos umher baumelt, muss der Jäger entscheiden, wie er sich verhält. Auf den ersten Blick erscheint es sinnvoll die Ricke zu erlösen. Nach Tierschutzgesetz darf kein Tier unnötiges Leid und Schmerz erleiden! Aber auf den zweiten Blick? Die Ricke führt ein Kitz! Wie entscheidet der Jäger jetzt?

Wie man sich in solchen Situationen verhalten kann, erfährt man in der Jagdschule Schwiessel.
Beim vorliegenden Fall war zu erkennen, dass die Ricke trotz ihrer Einschränkung in der Lage war, Äsung aufzunehmen und nicht stark abgekommen war. Hier galt es, die Schonzeit abzuwarten. Als die Schonzeit vorbei war, konnte der Schütze Kitz und Ricke erlegen, weil sich beide durch die Verletzung des Beines, die sich als Bruch des Kniegelenks herausstellte, nicht weit vom ursprünglichen Einstandsort entfernt hatten.

Wie an diesen Beispielen zu erkennen ist, ist das Wissen über Wildkrankheiten, das Verhalten und Aussehen des gesunden Wildes essenziell, um tierschutzgerecht, tierseuchengerecht und waidgerecht zu handeln.

Wildfleisch liegt voll im Trend

Im Einzelhandel unterlag der Bereich Lebensmittel in den letzten Jahrzehnten einem starken Wandel. Fester Bestandteil des Bio-Booms ist die Fokussierung der Blickrichtung auf heimische Produkte, um lange Transportwege zu vermeiden. Außerdem sind die Deutschen experimentierfreudiger geworden, was neue Geschmackserlebnisse betrifft. Dabei werden nicht nur alte Apfelsorten und Topinambur wieder auf die Einkaufslisten gesetzt, sondern auch das klassische Wildbret findet inzwischen wieder immer mehr Freunde.

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Eine zunehmende Nachfrage

In einer Umfrage der IfA Marktforschung in 2017 gaben 60 Prozent der Befragten an, mindestens einmal im Jahr Wildfleisch zu verzehren. Die bedeutet eine Steigerung von gut 25 Prozent gegenüber einer in 2008 erfolgten Befragung zum gleichen Thema. 17 Prozent der Teilnehmer bereiten ihre Wildgerichte sogar selber zu. Diese Zahlen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ein positives Geschmackserlebnis mit Reh, Hirsch und Wildschwein verbinden. Das Rohaufkommen in Decke und Schwarte lag in der Jagd Saison 2016/17 bei gut 23.000 Tonnen an Schwarzwild. An verwertbarem Wildschweinfleisch bedeutete dies eine Menge von etwas mehr als 8.500 Tonnen. Hinzu kamen 12.700 Tonnen Rehwild, 4.800 Tonnen Rotwild sowie 2.100 Tonnen Dammwild.

Eine Wende hin zum ganzjährigen Verzehr?

Traditionell werden Wildgerichte in Deutschland in der kalten Jahreszeit bevorzugt. Zum Wildschwein- oder Rehbraten werden regelmäßig dunkle Soßen und Beilagen wie Salzkartoffeln und Rotkraut gereicht. Dabei sind Steaks vom Wild durchaus auch für den Grill geeignet. Hier gilt es, in den kommenden Jahren weitere Überzeugungsarbeit zu leisten, den Verzehr von Wildfleisch zu einem Vergnügen für das ganze Jahr zu machen. Vielleicht findet sich demnächst ein Anbieter für speziell auf Wildfleisch abgestimmte Marinaden. Der Markt wäre – wie die Zahlen eindeutig zeigen – groß genug.

Die eigene Beute genießen

Noch schöner als ein gut gelungener Wildchweinbraten ist ein selbst geschossenes Bratenstück. Dann gibt es hinsichtlich der Herkunft des Fleisches keine der heutzutage sonst üblichen Fragen. Ein solches Geschmackserlebnis setzt allerdings einen Jagdschein voraus. Dank des breiten Kursangebots der Jagdschule Schwiessel stellt dieses Erfordernis allerdings keine allzu hohe Hürde dar. Ob im Wochenend-, Kompakt- oder Einzelkurs: Sie werden in jedem Fall optimal und umfassend auf die Jägerprüfung vorbereitet. Möglichkeiten zur Anmeldung und einen ersten Eindruck der verwendeten Lehrmaterialien finden Sie hier.

Jäger als Naturschützer?

Die Frage, ob die Jagd zeitgleich Naturschutz ist, stellen sich viele Menschen, die nicht jagen und diejenigen, die sich für den Jagdschein entscheiden. Dieser Frage gehen wir hier auf den Grund.

Biotop verbessende Maßnahmen zum Naturschutz!

Gerade vor der Bockjagdsaison im Mai wird deutlich, wie stark Jäger in den Naturschutz eingebunden sind.
Im April starten Projekte zur Pflege des Reviers, von denen viele Tierarten profitieren. Hecken und Feuchtgebiete werden angelegt, Äsungsflächen bereitgestellt und Nistmöglichkeiten aufgehangen.

Zum Beispiel ist das Anlegen von Benjeshecken langfristig eine gute Möglichkeit, intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, bei denen die Ränder nahezu kahl bearbeitet wurden, in einen Biotopverbund einzuarbeiten.
Unmittelbar nach der Anlage einer solchen Hecke finden sich die ersten Insekten und Heckenbrüter hier ein.

Um eine Benjeshecke anzulegen, werden die Reste der Gehölzschnitte, die in den Vormonaten angefallen sind, locker übereinandergelegt. Teilweise werden diese mit zusätzlichen Aststreben gesichert.
Die Begrünung erfolgt durch die im Vogelkot und mit dem Wind verbreiteten Samen. Obwohl eine vollständige Begrünung lange Zeit benötigt, bietet der Grundstock der Hecke, den ein Jäger legt, ausreichend Schutz für die ersten Arten, um sich dort niederzulassen.

Die Zweiteilung des Naturschutzgesetzes

Dass die Jagd aktiver Naturschutz ist, belegt ihr Stellenwert, den das Bundesnaturschutzgesetz in § 37 Abs. 2 deutlich macht.
Sind gefährdete Arten im Jagdgesetz aufgeführt und geschützt, nimmt das BNatSchG keinen Einfluss auf diese Individuen. Zu diesen Arten zählen neben anderen der Seehund und der Steinbock.

Der Artenschutz, der durch die FFH-Richtlinie von den Mitgliedsländern umgesetzt werden muss, ist in Deutschland unter anderem im BNatSchG und im Bundesjagdgesetz verfassungsrechtlich vorgegeben. Beide Gesetze gelten als voneinander zu trennende Bereiche, die die Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie umsetzen.
Keines dieser Gesetze kann Einfluss auf das andere nehmen, sofern der Schutz gefährdeter Arten sichergestellt ist.

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Naturschutz als Teil der Jägerausbildung in der Jagdschule Schwiessel

Das Wissen über den Naturschutz und seine Gesetze gehören für den angehenden Jungjäger zum Pflichtteil in der Ausbildung.

Das Zusammenspiel der relevanten Gesetze und die praktische Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen im Revier erklären wir Ihnen während des Unterrichts in der Jagdschule Schwiessel. Wir geben Ihnen das Wissen an die Hand, das Sie benötigen, um die komplexen Gesetze zu verstehen und für das Wohlergehen gefährdeter Arten umzusetzen.

Wer sich an die Gesetze hält und weiß, wie man diese in die Praxis umsetzen kann, hat über viele Jahre Freude am Jagdschein und wird zu einem aktiven Naturschützer bei gleichzeitiger Nutzung der Ressource Wild.

Zahl der Jäger steigt weiter

Zahl der Jäger steigt weiter

Zahl der Jäger steigt weiter #102118364 | © Janni – Fotolia.com

Dem Jagen haftet oft das Image an, ein Sport für ältere Herren zu sein. Gegen dieses Klischee spricht allerdings, dass die Jägerschaft in Deutschland alles andere als im Aussterben begriffen ist. Vielmehr vergrößerte sich die Schar der deutschen Jäger zum Ende des letzten Jahres um 2.000 gegenüber dem Vorjahr. Mit 384.000 Jägern wurde ein neues Rekordhoch erreicht. Dies bedeutet ein knappes Viertel (23,3 Prozent) mehr Jäger als zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung. Die meisten Jäger zählt mit 91.000 naturgemäß das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Wirft man aber einen Blick auf die Zahl der Jäger pro tausend Einwohner, ist deren Dichte in den dünner besiedelten Bundesländern im Norden und Osten der Republik wesentlich höher.

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Geringere Abschusszahlen

In umgekehrter Richtung verläuft dagegen die Entwicklung bei den Abschüssen. Insgesamt wurden in der Saison 2016/17 in Deutschland 2,635 Millionen erlegte Schalen- und Raubwildtiere gezählt wie etwa Wildschweine, Rehe, Waschbären und Füchse. Gegenüber der Vorsaison bedeutet dies einen Rückgang um 18.000 Tiere. Im langjährigen Vergleich lässt sich allerdings weiterhin eine Erhöhung der Abschussquote feststellen. Da in dieser Saison der frühe und mittlere Teil des Winters eher milde war, ist in der laufenden Saison mit einer Steigerung der Abschusszahlen zu rechnen. Hierbei spielt auch die weiterhin bestehende Gefahr einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest eine Rolle. Die Jägerschaft setzt in diesem Zusammenhang allerdings nicht nur auf eine verstärkte Bejagung, sondern parallel auch auf eine bessere Aufklärung der Öffentlichkeit über die mit dieser Krankheit verknüpften Gefahren und daran angepasste Verhaltensweisen. Dabei geht es vor allem darum, dass Brot mit Resten von Fleisch oder Rohwurst nicht in der Natur oder auf Komposthaufen entsorgt werden soll.

Kompaktkurs für die Jägerprüfung in der Jagdschule Schwiessel

Jäger werden ist angesagt

In Sachen Seuchenschutz wie auch nachhaltiger Pflege der Kulturlandschaft in Deuschland sind steigende Zahlen aktiver Jäger ein gutes Zeichen. Hierbei leisten wir mit unseren Kursen einen aktiven Beitrag. Da die zur Absolvierung dieser Kurse zur Verfügung stehenden Zeiträume unterschiedlich bemessen sind, bieten wir neben Wochenend- und Kompaktkursen auch Einzelunterricht zur intensiven Vorbereitung auf die Jägerprüfung an. Die Gruppenkurse sind dabei so über das Jahr verteilt, dass der Jagdschein zu praktisch jeder Jahreszeit erworben werden kann. Nähere Informationen zu den einzelnen Lehrgängen finden Sie auf unseren Seiten im Internet.

Die Jagd ist reine Männersache? Zahlen beweisen zum Glück das Gegenteil!

Vor ein paar Jahrzehnten waren sie auf der Jagd ausschließlich im Hintergrund zu sehen. Sie kümmerten sich um die Versorgung der Jagdgäste beim Schlüsseltreiben und halfen, den brauchbaren Jagdhund auszubilden.
Sie hielten den männlichen Jägern den Rücken frei, sobald die eigentliche Jagdzeit begann, und versorgten in der Zeit Haus, Hof und Familie.
Jagende Frauen gab es kaum. Und doch sind sie aus dem Waidwerk nicht mehr wegzudenken.

Die Jagd ist reine Männersache?

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Jägerinnen sind auf dem Vormarsch!

Mit einem Umdenken in der Rollenverteilung entdecken mehr und mehr Frauen die Jagd für sich. Statistiken belegen, dass der Anteil an weiblichen Jägern stetig wächst.
Bundesweit gab es im Jahr 2016 7 Prozent Jägerinnen. 20 Prozent der Teilnehmer an einem Jagdkurs sind weiblich.
Viele dieser Waidgenossinnen engagieren sich ehrenamtlich für den Naturschutz und den Lernort Natur. Die Ausbildung brauchbarer Jagdhunde entwickelt sich zu ihrer Domäne.
Das strenge Grün wird durch Pink ersetzt und die Waffen werden den Bedürfnissen jagender Frauen angepasst.

Ein tiefes Verständnis für die Natur!

Jägerinnen und Jäger haben ein tiefes Verständnis für die Natur entwickelt und sind weit davon entfernt, Schießer zu sein. Sie erleben die Jagd als Einklang mit den Geschöpfen um sie herum, die es zu pflegen und zu hegen gilt.
Ist der Lohn der Mühe ein gesunder Wildbestand und hochwertiges Biofleisch, sollte sich keiner wundern, dass Frauen wie Männer, den Weg in die Jagdschule finden.

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In der Jagdschule und in der Praxis verschwimmen die Geschlechtergrenzen!

Die Inhalte, die angehende Jäger in der Jagdschule Schwiessel lernen, sind für Frauen und Männer einheitlich.

Alle müssen sich mit Wildtieren, Wildkrankheiten, Jagdrecht und anderen Dingen auseinandersetzen, um das „Grüne Abitur“ zu bestehen.
Jagdpraxis und Schießfertigkeiten werden einer ausgiebigen Prüfung unterzogen. Bei der Erlangung der Schießfähigkeit ist es notwendig, die passende Waffe zur Verfügung zu haben. Bei Frauen kann sich dieses Unterfangen in Einzelfällen als schwierig erweisen.
Bei einem Jagdkurs der Jagdschule Schwiessel stehen Ihnen unterschiedliche Waffen zur Verfügung, mit denen Sie bis zur bestandenen Prüfung Ihre Schießfertigkeiten erlernen und beweisen können.
Wir helfen Ihnen, die passende Waffe in unserem Fundus zu finden und sollte es wider Erwarten Probleme geben, bemühen wir uns mit Ihnen zusammen eine Lösung zu finden.

Wachsende Gefahr durch Afrikanische Schweinepest?

Wachsende Gefahr durch Afrikanische Schweinepest?

#184952224 | © fotohansel – Fotolia.com

Seit 2014 treten im Baltikum wie auch in Weißrussland immer wieder Fälle von Afrikanischer Schweinepest auf. Bis in die jüngere Vergangenheit hatten Politik, Behörden und Verbände in dieser Hinsicht keine konkreten Maßnahmen unternommen. Der wichtigste Grund hierfür ist, dass sich das Virus unter Wildschweinen, anders als bei der Schweinepest, nicht durch Tröpfcheninfektion, sondern durch unmittelbaren Kontakt sowie durch Zeckenstiche übertragen. Im Juni 2017 traten dann allerdings erste Einzelfälle in Tschechien und damit im unmittelbar benachbarten Ausland auf. Diese Entwicklung führte zu einer stärkeren Beschäftigung mit dieser Problematik.

Eine Ausbreitung der Schweinepest verhindern

Hierbei spielen auch andere Übertragungswege eine Rolle. Da das Virus für den Menschen keine gesundheitliche Gefahr darstellt, kann es unbemerkt aus Osteuropa eingeschleppt werden. Da auch Hausschweine betroffen sind, könnte eine Ausbreitung in Deutschland schwere wirtschaftliche Schäden zur Folge haben. Vor allem der Export außerhalb der EU käme dann zum Zwecke der Eindämmung der Krankheit vollständig zum Erliegen. Der Verlust durch Keulen und das Wegbrechen der ostasiatischen Märkte könnte Einbußen in Höhe von zwei bis drei Milliarden Euro zur Folge haben. Hiervon wären nicht zuletzt weite Teile der Landwirtschaft in Niedersachsen betroffen. Entsprechend wurden auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft die Kontrollen und Hygienemaßnahmen verstärkt sowie erste Notfallübungendurchgeführt.

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 Keine Schonzeit für Wildschweine?

Außerdem wird vielerorts die Aufhebung der Schonzeit für Wildschweine diskutiert und wurde für den Stadtstaat Hamburg sogar bereits beschlossen. Tierschützer warnen dagegen vor einer übereilten Beseitigung der Bestände da die Ausbreitungsgeschwindigkeit im natürlichen Raum nur etwa 20 Kilometer pro Jahr betrage. Entsprechend werden in diesem Zusammenhang weiterhin unterschiedliche Maßnahmen diskutiert und geprüft, um eine vernünftige Abwägung zwischen wirtschaftlichen Belangen und dem notwendigen Schutz der Natur vorzunehmen. Dieses Spannungsfeld spielt nicht nur im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest eine Rolle, sondern auch beim Umgang mit der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland und vielen anderen Fragen rund um das Thema Jagd. Entsprechend sind auch im Rahmen der Ausbildung von Jägern kontinuierlich Anpassungen an die Erfordernisse der Gegenwart notwendig. Sollten Sie Interesse daran haben, einen Jagdschein zu machen, finden Sie hier weitere Informationen zu unseren Kursen.

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Unsere Jagdschüler

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Jagd – Vorbild seit Jahrhunderten: Der Heilige Hubertus

Seit Jahrhunderten gilt der Heilige Hubertus als Schutzpatron aller Jäger. Anfangs ein zügelloser Wilderer, wandelte sich Hubertus aufgrund eines beeindruckenden Erlebnisses zum Verfechter der waidgerechten und gottgefälligen Jagd. Nach seinem Tod am 30. Mai 727 wurde der einstige Edelmann Hubertus von Lüttich heiliggesprochen und ist bis in unsere Tage nicht nur in Jägerkreisen gut bekannt.

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Vom rücksichtslosen Jäger zum gottesfürchtigen Menschen

Jedes Jahr wird in vielen Kirchen am 3. November des Heiligen Hubertus gedacht. Mit einer sogenannten Hubertusmesse aus Anlass seiner im Jahr 743 erfolgten Heiligsprechung erinnern sich katholische Gläubige des Mannes, der nach dem Tod seiner Frau aus Verbitterung einem zügellosen Leben frönte und in den Waldgebieten der Ardennen als gnadenloser Jäger galt. Sein rücksichtsloses Verhalten gegenüber den Tieren änderte sich erst, als er sich an einem Karfreitag plötzlich eines gewaltigen Hirsches gegenübersah. Dieser trug inmitten des Geweihs ein Kreuz zwischen den Sprossen. Dieser Anblick – noch dazu am Erinnerungstag der Kreuzigung Christi – bewirkte seine Bekehrung: Hubertus von Lüttich erkannte die Einzigartigkeit der Schöpfung von Mensch und Tier durch den allmächtigen und barmherzigen Gott. Seither und bis zu seinem irdischen Tod lebte Hubertus aus vollem Herzen in der Nachfolge von Jesus Christus und änderte auch seine Einstellung zur Jagd. Aus dem „Draufgänger Hubertus“ war ein rücksichtsvoller Mensch geworden.

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Noch immer ein Vorbild

Nicht nur in der Katholischen Kirche ist der Heilige Hubertus eine wichtige Person. Seitens des Deutschen Jagdverbandes (DJV) etwa wird er als Begründer der nachhaltigen und waidgerechten Jagd betrachtet. Seinem Vorbild im Hinblick auf die ethischen Grundsätze der Jagd folgen heute fast alle Jäger und Jägerinnen. So ist die Einhaltung von Schonzeiten ebenso selbstverständlich geworden wie die fachgerechte Hege des Wildes und ein Verzicht auf grausame Jagdmethoden. Insofern übt Hubertus von Lüttich über seine Verdienste um die Verbreitung des Evangeliums bis in unsere Tage hinein auch eine sehr positive Wirkung auf die moderne Jagd aus.

Das Erbe des Heiligen Hubertus in der Jagdschule Schwiesse

Wer heute Jäger werden möchte, kommt um den Heiligen Hubertus kaum herum. So gehört der Ehrenkodex eines waidgerechten Verhaltens zu den Grundlagen jeder guten Jagdausbildung. In der Jagdschule Schwiessel ist dies selbstverständlich. Hier werden nicht nur die Grundlagen der Jagdtechnik und der Waffenhandhabung, die Errichtung jagdlicher Einrichtungen sowie die Bestimmungen des Jagdrechts vermittelt, sondern auch die Eckpunkte einer nachhaltigen und waidgerechten Jagd – das Erbe des Heiligen Hubertus. Daher ist die Jagdschule Schwiessel genau der richtige Partner für umfassende Kurse und eine exzellente Vorbereitung auf die Jägerprüfung.