Die Pflicht zur Hege und Pflege- das leistet der Jäger in den Sommermonaten!

Im Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege und Pflege verankert. Neben der Anlage von Biotopen und der Lebensraumverbesserungkann der Jäger vor allen Dingen in den Sommermonaten einen großen Beitrag zu diesem Grundsatz leisten.
Wie das funktioniert und was für Hilfsmittel eingesetzt werden können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Brut- und Setzzeiten während der Heuernte! Lebensgefahr für Wildtiere!

Im späten Frühjahr und im Sommer treffen Brut- und Setzzeiten mit der Erntezeit zusammen. Jedes Jahr verenden Wildtiere qualvoll, weil sie in die Mähdrescher und Erntemaschinen gelangen.
Bodenbrütende Vögel, wie Kiebitze, Wiesenweihe, Fasan und Rebhühner büßen ihre Gelege ein. Hasen, Rehkitze und Rotwildkälber, die in ihren ersten Lebenstagen auf den Wiesen abgelegt werden, fallen dem Mähwerk zum Opfer.
Um dieses Massensterben zu verhindern, muss ein Jäger die Brut- und Setzzeiten kennen. Er muss wissen, wie sich der Lebensraum der Wildtiere zusammensetzt und wie er vor der Ernte helfend eingreifen kann.
Die Jagdschule Schwiessel bereitet den angehenden Jungjäger im Fach Wildtiere auf dieses Wissen vor. Der Bereich Hege und Pflege, den wir unterrichten, zeigt Ihnen Möglichkeiten, die hohen Wildtierverluste durch Erntemaschinen zu minimieren.

Nur wer sein Wild kennt, kann helfen

Der angehende Jungjäger lernt in der Jagdschule viele Dinge über das Verhalten von Wildtieren.
Wussten Sie, dass Häsinnen ihre Jungen ausschließlich zum Säugen aufsuchen und diese ihre Zeit ansonsten gut geschützt und ohne ausgeprägten Eigengeruch in Wiesen und Feldern verbringen? Oder das die fürsorglichen Ricken ihr Kitze in den ersten Tagen nicht mit zu den Äsungsflächen nehmen und sie an einem Platz ablegen?
Kennen Sie das Verhalten der Wildtiere, sind Sie in der Lage zum Schutz der Wildtiere einzugreifen.

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Das Absuchen der Ernteflächen rettet Wildtiere!

Um einen Teil der Wildtiere zu retten, sollten die Flächen, die bearbeitet und abgeerntet werden auf Wildtiere abgesucht werden.
Haben Jäger und Landwirt ein gutes Verhältnis zueinander, meldet sich der Landwirt rechtzeitig vor der Bearbeitung der Fläche.
Auf diese Weise hat der Jäger die Möglichkeit, die Fläche mit Hunden und technischen Hilfsmitteln abzusuchen und zu vergrämen.
Neueste Technik, wie Drohnen und Wärmebildkameras, sind eine große Hilfe.
In dieser Wechselbeziehung zwischen Jäger und Landwirt ist ein gutes Verhältnis untereinander unabdingbar und sollte gepflegt werden. Der Landwirt wird den Jäger nicht anrufen, falls dieser nie Zeit hat, um die aufwendige Arbeit zu verrichten.
Die Folge ist der Verlust von Arten und Wildtieren.

Grundlagen lernen Sie in der Jagdschule Schwiessel!

Sind die Grundlagen in unseren Jagdkursen gelernt, können Sie diese in der praktischen Jagd umsetzen. Ein gut ausgebildeter Jäger ist mehr als der Volksmund glaubt. Er schütz und hegt das Wild aktiv.

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