Verbot von Wildtierhandel hilft nicht im Kampf gegen Corona

Im Zuge der Corona Krise werden derzeit zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Covid 19 Virus zu verlangsamen. Dieser grundsätzlich vernünftige Ansatz wird jedoch zum Teil als Vorwand genommen, um bestimmte, invdividuelle Interessen durchzusetzen. Ein besonders eindeutiges Beispiel dieser Vorgehensweise ist die Forderung von Tierschutzorganisationen nach einem vollständigen und weltweiten Verbot des Handels mit Wildfleisch.

Forderung von Tierschutzorganisationen nach einem vollständigen und weltweiten Verbot des Handels mit Wildfleisch
Forderung von Tierschutzorganisationen nach einem vollständigen und weltweiten Verbot des Handels mit Wildfleisch

Die Wurzeln liegen auf Wildtiermärkten

Angefeuert wird die derzeitige Diskussion durch den Umstand, dass das Corona Virus höchstwahrscheinlich beim Verkauf von Wildtieren auf Märkten in der chinesischen Provinz Wuhan auf den Menschen übertragen wurde. Im Genom des Virus lässt sich nachweisen, dass dieser ursprünglich Fledermäuse befiel. Unklar ist noch, welcher weitere Wirt für die spätere Übertragung auf den Menschen verantwortlich ist. Insofern bedarf der Handel mit Wildtieren und Wildfleisch in bestimmten Teilen der Welt tatsächlich einer gründlichen Revision.

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Ein generelles Verbot führt nicht weiter

Viele Tierschützer leiten aus dem Übertragungsweg auf den Menschen jedoch die Notwendigkeit eines generellen Verbots für den Wildtierhandel ab. Auch wenn eine entsprechende Initiative vor Kurzem durch das Europäische Parlament abgelehnt wurde, wird der Druck auf die Politik Im Zuge der Weiterentwicklung der Corona Krise größer werden. Hieran ist nicht zuletzt problematisch, dass von den Kritikern nicht zwischen dem legalen Handel mit Wildtieren und gewildertem Wildtierfleischunterschieden wird. Experten wie Professor Jacobus du P. Bothma (ehemaliger Leiter des „Centre for Wildlife Management“ der Universität von Pretoria, Südafrika stellen klar, dass es sich beim legal gehandelten Wild vor allem um große Paarhufer handelt. Diese übertragen keine gefährlichen Krankheiten auf den Menschen. Anders sieht es bei Primaten, Nagern sowie Fledermäusen aus.

Angemessen reagieren

Vor diesem Hintergrund ist die weitere Eindämmung des illegalen Handels mit Wildtieren und deren Fleisch für den Gesundheitsschutz ohne Alternative. Gleichzeitig kann die Ausbreitung des Corona Virus kein Grund dafür sein, Dinge zu verbieten, die in keinem sachlichen Zusammenhang mit der Krankheit stehen. Um hier für ein möglichst hohes Maß an Aufklärung zu sorgen, ist eine gute Ausbildung von Jägern unerlässlich, wie wir Sie in unseren Kursen wieder leisten werden, sobald die Situation dies zulässt.