Mehr Biodiversität durch die GAP Reform 2020

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union soll bis 2020 erneut reformiert werden. Eine der zentralen Änderungen betrifft die Entwicklung der Kulturlandschaften. Dabei steht vor allem eine höhere Biodiversität im Vordergrund. In Europa sollen wieder deutlich mehr Tier- und Pflanzenarten gute Bedingungen für die Fortentwicklung vorfinden. Deutsche Jagdverband unterstützt diese Planungen und sieht die Bundesregierung in der Pflicht, schon jetzt entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Mehr Biodiversität durch die GAP Reform 2020
Blühstreifen im Feld (Quelle: Börner/DJV)

Die Probleme sind vielfältig

Der Verlust von Vielfalt bei Tier- und Pflanzenarten im Bereich agrarisch genutzter Flächen ist ein seit Jahrzehnten weitgehend vernachlässigtes Problemfeld. Ein Grund für diese Entwicklung ist die Konzentration der Landwirtschaft auf bestimmte Feldfrüchte. Etwa die Hälfte der gut 6,8 Millionen Hektar Ackerfläche in Deutschland sind derzeit lediglich drei Pflanzenarten bebaut. Dabei handelt es sich um Mais, Raps und Weizen. Kombiniert mit der oft zunehmenden Größe der einzelnen Flächen nehmen zudem die Feldraine weiter ab. Einzelne Tierarten können Vorteile aus dieser Gestaltung der Landschaft ziehen und vermehren sich entsprechend stark. Hier sind vor allem Wildschweine zu nennen. Dieses ist äußerst anpassungsfähig und während der Vegetationsperiode zwischen Mai und Oktober nur scher zu bejagen. Der Zuwachs der Populationen bringt ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Fauna mit sich.

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Einzelne Arten haben es schwer

Von Vorteil sind die derzeitigen Bedingungen auch für eine Reihe von Fleischfressern wie den Fuchs oder den Wacschbären. Andere besonders spezialisierte Arten haben es dagegen in einem rein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gestalteten agrarischen Raum deutlich schwerer mit dem Überleben. Hierzu zählen der Feldhase sowie Fasan, Rebhuhn und andere Bodenbrüter. Dieser Entwicklung entgegen zu wirken ist erklärtes Ziel der GAP Reform 2020. Vom DJV wird daher gefordert, die notwendigen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Hierzu zählt vor allem eine Entbürokratisierung der Förderung der Landwirtschaft im Rahmen der Europäischen Union. Gerade für Landwirte, die um ein möglichst naturnahes und schonendes Arbeiten bemüht sind, muss der Zugang zu Förderungsmöglichkeiten deutlich erleichtert werden. Parallel dazu ist die längst überfällige Gründung eines Monitoringzentrums zur Biodiversität notwendig, um auf wissenschaftlicher Basis die nächsten Schritte planen zu können. Ohne Vielfalt in der Natur würde es in Zukunft deutlich schwerer, Menschen für die Jagd zu begeistern. Wenn auch Sie sich für Artenvielfalt und den Erhalt der Kulturlandschaft in Deutschland begeistern können, ist ein Jagdschein der erste richtige Schritt. Informationen zu unseren Kursen finden Sie hier auf unserer Homepage.

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